Uns selbst eine Freude machen kostet uns nur 5 Minuten am Tag – und trotzdem haben wir keine Zeit dafür?
- Viveka Rebecca Brauckhoff
- 6. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Wann hast du dir das letzte Mal etwas gegönnt – einfach nur, weil du es wolltest, nicht, weil du es dir „verdient“ hattest? Vielleicht liegt dieser Moment schon Wochen, Monate oder sogar Jahre zurück. Und falls du jetzt denkst: „Ja, aber ich hab einfach keine Zeit…“ – dann bleib bitte kurz hier. Denn genau das ist der Punkt.
Warum wir keine Zeit für uns haben
Die Wahrheit ist: Zeit hätten wir. Wir geben sie nur konsequent für andere aus. Für Arbeit, Familie, Verpflichtungen, To-do-Listen. Und während wir alles organisieren, ermöglichen, halten und leisten, vergessen wir den Menschen, der das alles überhaupt möglich macht – uns selbst.
Wir sind darauf konditioniert, Leistung mit Wert gleichzusetzen. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, hieß es schon in der Schule. Aber das Problem ist: Die Arbeit hört nie auf. Es gibt immer etwas, das noch getan werden muss, jemanden, der etwas braucht, oder eine Aufgabe, die drängt. Selbstfreude – also etwas nur für sich selbst zu tun – fühlt sich dann schnell egoistisch an. Oder unproduktiv. Oder wie eine Zeitverschwendung. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.
Selbstfürsorge ist unser Antrieb
Was wäre, wenn diese fünf Minuten, die du dir am Tag für dich selbst nimmst, nicht „verloren“ wären, sondern der Schlüssel dazu, dass du alles andere überhaupt schaffst? Wenn sie das Fundament wären, auf dem du deine Kraft, deine Geduld und deine Freude aufbaust?
Fünf Minuten. Mehr braucht es nicht. In dieser Zeit könntest du dir eine Tasse Tee machen und sie in Ruhe trinken. Barfuß auf die Terrasse gehen und den Boden unter deinen Füßen spüren. Ein Lied hören, das dich glücklich macht. Dich selbst für etwas loben, das du gut gemacht hast – egal, wie klein es ist. Oder einfach nichts tun. Fünf Minuten, in denen du dich selbst nicht antreibst, sondern dir erlaubst, einfach zu sein.
Was Selbstliebe mit uns macht
Viele von uns tun das nicht, weil Selbstfreude keine sichtbaren Ergebnisse bringt. Kein Fortschrittsbalken, kein Haken auf der To-do-Liste, kein Applaus. Sie passiert leise. Aber gerade das macht sie so kostbar. Denn in diesen Momenten passiert etwas, das du vielleicht erst später bemerkst: Dein Körper entspannt sich, dein Atem wird ruhiger, dein Kopf klarer. Du sendest dir selbst eine Botschaft – nicht durch Worte, sondern durch Handlung: Ich bin es wert. Auch ohne Leistung. Auch ohne Ergebnis.
Nimm dir heute fünf Minuten. Nur für dich. Mach etwas, das dir Freude bereitet – egal wie klein, egal wie banal es scheint. Danach halte kurz inne und frag dich: Wie hat sich das angefühlt? Was hat es in mir verändert – in meiner Stimmung, meiner Energie, meiner Haltung? Schreib es auf. Denn was du schwarz auf weiß siehst, kann dein Gehirn besser abspeichern. Und so wird aus einem kleinen Moment der Achtsamkeit vielleicht eine Gewohnheit. Weil du merkst, dass dir 5 Minuten für dich mehr bringen als 15 Minuten am Handy zu sitzen.
Wenn du lernen möchtest, wie du solche kleinen Pausen und Gesten auch handwerklich erfahrbar machen kannst, dann ist unser Kurs vielleicht genau das Richtige für dich:
Hier verbindest du Kopf, Herz und Hand. Du arbeitest mit Holz – aber eigentlich arbeitest du an dir. Du lernst, wie du mit kleinen Ritualen, bewussten Momenten und kreativen Prozessen wieder mehr bei dir selbst ankommst. Und erkennst, dass echte Selbstfürsorge nicht viel Zeit braucht – nur den Mut, sie dir zu nehmen.




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