Warum sehe ich immer das Negative?
- Viveka Rebecca Brauckhoff
- 3. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Hand aufs Herz: Merkst du auch, wie ein einziger kritischer Satz den ganzen Tag verdunkeln kann — während fünf nette Worte wie Luft verpuffen? Willkommen im Club. Unser Gehirn ist ein Drama-Magnet. Und das hat Gründe. Gute Gründe — nur leider nicht besonders praktisch für ein glückliches, gelassenes Leben.
Warum das Negative lauter ist als das Positive
Evolutionär macht das sogar Sinn. Früher war es überlebenswichtig, Gefahren schneller zu registrieren als Chancen. Wer in der Savanne zuerst das Knacken im Gebüsch bemerkte, lebte länger. Dieses System ist über Jahrtausende konserviert worden — und heute schreit es immer noch, auch wenn die Bedrohungen meist aus dem E-Mail-Postfach kommen.
Im modernen Alltag sieht das dann so aus:
Ein negatives Feedback sitzt schwerer als zehn Komplimente.
Stress, Sorgen und „Was, wenn…“-Szenarien finden wir schneller als Hoffnung und Lösungen.
Unser Gehirn belohnt Warnsignale mit Aufmerksamkeit — und schon ist die Negativschleife da.
Kurz: Dein Gehirn arbeitet fürs Überleben — nicht fürs Glück.
Warum wir heutzutage (scheinbar) mehr Negativität haben als früher
Weil wir in einer Beschleuniger-Umgebung leben: Social Media, News, Leistungsdruck. Diese Kanäle füttern die Negativ-Antenne täglich, stündlich, fast schon minütlich neu. Und wir? Wir reagieren reflexhaft, verfangen uns in Grübeln und bestätigen damit unser Gefühl: „Stimmt — alles ist gerade schlimm.“
Spoiler: Es ist nicht alles schlimm. Nur unser Fokus ist auf Dauer falsch programmiert.
Die gute Nachricht: Du kannst umprogrammieren
Unser Gehirn ist formbar
Was du regelmäßig trainierst, wird lauter. Wenn du dem Positiven bis jetzt wenig Raum gegeben hast, dann musst du es bewusst einladen — immer wieder. Und ja: Es braucht Disziplin und Übung. Stellt euch vor, ihr hättet immer mit der Handkreissäge gearbeitet und sollt jetzt die Kettensäge benutzen! Es ist zwar auch eine Säge, aber eine ganz andere Handhabung, die Muskeln müssen sich richtig umgewöhnen auf die Führung des Werkzeugs. Da ist es kein Wunder, dass wir mehrere Wiederholungen brauchen, bis die Bewegung sicher und fließend funktioniert. Und genauso ist es auch mit den positiven Gedanken, umso häufiger du sie benutzt, desto einfacher fällt es dir mit der Zeit.
6 einfache Methoden, damit das Positive lauter wird
Diese Tools sind praktikabel, nicht esoterisch. Probier eine oder zwei, nicht alle auf einmal.
Das Erfolgs-Notizbuch (1–3 Minuten täglich) Schreibe jeden Abend 3 Dinge auf, die heute gut waren — egal wie klein. („Ich bin aufgestanden“, „Das Meeting lief gut“, „Ich hab gelächelt“). Wiederholungen erwünscht, denn dadurch wird's konkret.
Der 2-Minuten-Genießer Moment Wenn etwas Schönes passiert, halte kurz inne und lebe den Moment ganz bewusst: Wenn du den Moment mit all deinen Sinnen wahr nimmst, kannst du ihn dir später viel besser wieder ins Bewusstsein rufen.
Der Gegenbeweis-Check (bei Grübeln) Wenn dein Hirn sagt: „Alles geht schief“, suche aktiv drei Gegenbeweise. Der Moment ist gerade vielleicht doof, aber war das der Kaffee heute morgen auch? Das bricht den Verallgemeinerungsreflex.
Mini-Feedback-Schleife Frag 1 Person pro Woche: „Was ist dir aufgefallen, das ich gut gemacht habe?“ Außenwahrnehmung kalibriert dein Inneres.
Fokussierte Medien-Diät Reduziere Abschnitte, die Negativität pushen (z. B. Morning-News-Scroll). Ersetze 5 Minuten am Handy durch 5 Minuten Lesen eines inspirierenden Textes.
Positive Signal-Anker Klebe ein Post-it an deinem Arbeitsplatz oder zuhause an die Haustür mit der Erinnerung: „Denk an was positives!“ — wenn es dir jedes mal schwer fällt etwas positives zu finden, dann schreibe stattdessen eine Sache auf die Gut war und erinnere dich so regelmäßig daran.
Ein kleiner Realismus-Reminder
Das Ziel ist nicht, dauerhaft optimistisch zu sein oder negatives Empfinden zu verbannen. Das wäre unrealistisch — und langweilig. Ziel ist, dass das Negative nicht mehr automatisch das Steuer übernimmt. Du willst wählen können: Wenn das Hirn schreit, willst du neugierig prüfen, nicht gleich kapitulieren.
Und genau das kannst du lernen. Schritt für Schritt, mit den richtigen Impulsen, Übungen und etwas liebevoller Anleitung. Wenn du spürst, dass du raus willst aus dem Gedankenkarussell – und rein ins bewusste, selbstbestimmte Leben – dann ist mein aktueller Online Kurs "Vom Rohholz zur Meisterin deines Lebens" genau das Richtige für dich.
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