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Wie benutze ich Akkuschrauber und -bohrer richtig?

Sicherer Umgang mit Akkuschrauber und Akkubohrer im Holzbau

Männer auf der Baustelle, die Bohrer nutzen.

Akkuschrauber und Akkubohrer gehören mittlerweile zu den unverzichtbaren Werkzeugen im Holzbau – sei es im professionellen Handwerk oder bei DIY-Projekten. Sie ermöglichen dir präzises und schnelles Arbeiten und erleichtern deine tägliche Arbeit enorm. Doch wie bei

allen elektrischen Werkzeugen ist auch beim Umgang mit diesen Geräten Vorsicht geboten. Unsachgemäßer Gebrauch kann nicht nur die Werkzeuge beschädigen, sondern auch zu Verletzungen führen. In diesem Beitrag geben wir dir wichtige Tipps, damit deine Projekte reibungslos und sicher ablaufen.


1. Wähle das richtige Werkzeug für die Aufgabe

Bevor du mit der Arbeit beginnst, stelle sicher, dass du den richtigen Akkuschrauber oder Akkubohrer für dein Projekt auswählst. Akkuschrauber eignen sich ideal zum Eindrehen von Schrauben in Holz, während Akkubohrer perfekt zum Bohren von Löchern in Holz und anderen Materialien sind. Achte darauf, dass der Akku ausreichend geladen ist, damit du nicht mitten im Einsatz unterbrochen wirst. Überprüfe, ob das Werkzeug für die spezifischen Anforderungen deiner Aufgabe geeignet ist – etwa in Bezug auf die Art des Holzes oder die Größe der Schrauben und Bohrer.


2. Trage immer die richtige Schutzausrüstung

Sicherheit steht an erster Stelle! Beim Arbeiten mit Akkuschraubern und Akkubohrern im Holzbau solltest du stets die richtige Schutzausrüstung tragen. Diese beinhaltet:

  • Sicherheitsbrille: Schützt dich vor Holzspänen, die bei Bohr- und Schraubvorgängen entstehen können.

  • Gehörschutz: Besonders bei längerem Arbeiten kann der Lärm des Werkzeugs deine Ohren belasten. Ein passender Gehörschutz hilft, langfristige Schäden zu vermeiden.

  • Achtung! Falscher Freund Handschuhe: Handschuhe haben beim Arbeiten mit drehenden Geräten NICHTS zu suchen! In den sich drehenden Einzelteilen des Akkuschraubers oder -bohrers kann ein Handschuh hängen bleiben und deine Finger einklemmen.

  • Die richtigen Arbeitsklamotten: Ähnlich wie Handschuhe bergen auch die falschen Arbeitsklamotten die Gefahr sich in den drehenden Teilen des Akkuschraubers oder -bohrers einzuklemmen. Daher: Schals und Tücher, Bänder von Kapuzenpullovern oder lange, weite Ärmel sollten außer Reichweite des Akkuschraubers gebracht werden. Auch offene lange Haare oder Bärte können sich schnell verfangen, also: Zurückbinden!


3. Verwende das Werkzeug mit Bedacht

Akkuschrauber und Akkubohrer sind leistungsstarke Werkzeuge, die präzises Arbeiten erfordern. Um sicher und effizient zu arbeiten, beachte folgende Punkte:

  • Halte das Werkzeug mit beiden Händen: Wenn du das Werkzeug fest in der Hand hälst, kann ansich nicht viel passieren. Manchmal aber klemmt das Gerät oder hat dann doch etwas mehr Kraft als erwartet. Hier hilft: die zweite Hand am Gerät zur Stabilisierung.

  • Vermeide plötzliche Bewegungen: Arbeite ruhig und kontrolliert.

  • Verwende den richtigen Drehmoment: Die meisten Akkuschrauber bieten einstellbare Drehmomentstufen. Wenn du dir dabei nicht sicher bist gilt folgende Faustregel: Klein anfangen und langsam hoch arbeiten. Außerdem: Schrauben und Bohrlöcher sind in weichem Holz immer viel schneller als in hartem Holz, hier reicht entsprechend auch ein niedriger Drehmoment, damit du nicht übers Ziel hinaus schießt und die Schraube zu tief im Holz versenkst. Du bist dir nicht sicher ob du weiches oder hartes Holz hast? Dann schau doch mal hier vorbei!


4. Achte auf den richtigen Bohrer und die richtige Schraube

Beim Bohren und Schrauben ist die Wahl des passenden Zubehörs entscheidend. Achte darauf, dass du für dein Projekt die richtigen Bohrer und Schrauben verwendest. Zu kleine oder zu große Bohrer können das Holz beschädigen – ebenso wie unpassende Schrauben.

  • Bohrer: Verwende einen Holzbohrer, der speziell für Holz geeignet ist. Solche Bohrer haben eine spitze Schneide, die sich gut in das Material eingräbt, ohne das Holz auszufransen.

  • Schrauben: Wähle Holzschrauben in der richtigen Breite und Länge. Ist die Schraube zu dick, kann sie das Holz schädigen, ist sie zu dünn greift sie evtl. nicht richtig. Genauso ist es mit der Länge: Zu lange Schrauben sind schwieriger im Holz zu versenken und können sogar auf der anderen Seite herausgucken. Zu kurze Schrauben arbeiten sich nicht tief genug in das Material ein und bieten daher nicht ausreichend Stabilität. Hier kannst du dir folgende Faustregel merken: Bei der Verschraubung von zwei Brettern gehört ein Drittel der Schraube in das erste (vordere) Brett und zwei Drittel in das zweite (hintere) Brett.


5. Achte auf die richtige Arbeitsposition

Eine korrekte Körperhaltung und Arbeitsposition tragen nicht nur zu besserer Kontrolle bei, sondern helfen auch, Verspannungen und Unfälle zu vermeiden.

  • Stehe stabil: Stelle dich mit einem festen Stand hin, um das Werkzeug gut kontrollieren zu können.

  • Arbeite auf einer stabilen Unterlage: Achte darauf, dass das Holzstück sicher fixiert ist, um Verrutschen oder Umkippen zu vermeiden. Bei Bedarf verwende eine Werkbank oder Zwinge.

  • Vermeide ungünstige Winkel: Halte das Werkzeug nicht in ungünstigen Winkeln, da dies zu schlechter Kontrolle führen und das Gerät schneller aus der Hand rutschen kann.


6. Vermeide Überlastung des Akkus und des Werkzeugs

Elektronische Werkzeuge haben den Vorteil, dass sie unsere körperliche Anstrengung beim Handwerken deutlich reduzieren. Aber: Auch das Werkzeug oder der Akku kann an seine Grenzen kommen und sollte daher nicht überlastet werden um Schäden am Werkzeug zu vermeiden. Gönne deinem Gerät regelmäßige Pausen, besonders bei längeren Arbeiten, und stelle sicher, dass der Akku vollgeladen ist. Verwende den Akkuschrauber oder -bohrer nicht, wenn Anzeichen von Überhitzung oder Ausfällen erkennbar sind.


7. Pflege und warte dein Werkzeug

Die regelmäßige Pflege deines Akkuschraubers oder Akkubohrers ist entscheidend für dessen langfristige Sicherheit und Funktionsfähigkeit. Achte darauf, dass das Gerät stets sauber und frei von Staub und Holzspänen bleibt. Überprüfe regelmäßig die Akkus und stelle sicher, dass sie richtig aufgeladen sind. Reinige auch Bohrer und Schraubenzubehörteile regelmäßig, um deren Lebensdauer zu verlängern.


8. Bewahre das Werkzeug sicher auf

Nach dem Gebrauch solltest du deinen Akkuschrauber oder Akkubohrer stets sicher verstauen. Lagere das Gerät an einem trockenen, sicheren Ort, um es vor Beschädigungen oder versehentlichen Unfällen zu schützen. Am besten geeignet ist dafür natürlich der Werkzeugkoffer in dem es gekauft wurde. Achte außerdem darauf, dass die Akkus sicher aufbewahrt werden – besonders wenn sie nicht in Gebrauch sind –, um das Risiko von Kurzschlüssen oder ungewolltem Entladen zu minimieren.


Fazit: Sicherheit geht vor!

Der sichere Umgang mit Akkuschraubern und Akkubohrern im Holzbau erfordert Aufmerksamkeit, die richtige Vorbereitung und ein gewisses Maß an Erfahrung. Mit den passenden Sicherheitsvorkehrungen, der Wahl des richtigen Werkzeugs und einer vorausschauenden Arbeitsweise kannst du deine Projekte nicht nur erfolgreich und effizient umsetzen, sondern dich auch vor Verletzungen und Schäden schützen.

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